HPU? Was ist das denn?

In meinem ersten Blogeintrag habe ich euch ja erstmal geschrieben, warum ich das jetzt eigentlich mache. Da habt ihr euch sicherlich schon gefragt: HPU? Was ist das denn schon wieder? Ja, ich dachte das auch! Und vor allem dachte ich mir, da ich ja immer "Hier" schreie, wenn es um außergewöhnliche Krankheiten geht (ich erinnere mich nur zu gut an den Röschen-Virus!) werde ich das sicherlich haben. War ja dann auch so.

 

Ich bin kein Arzt und auch keine Fachfrau für medizinische Sachverhalte, daher will ich euch die HPU mit meinen Worten erklären. Nagelt mich bitte nicht auf irgendetwas fest. Ich habe mir das auch alles selbst angelesen und musste, so gut wie es geht, versuchen alles zu verstehen. Und glaubt mir, alles über die HPU weiß ich noch lange nicht!

 

HPU ist die Abkürzung für Hämopyrrollaktamurie (ich versuche mir immer noch das Wort zu merken, bisher möchte mein Gehirn das aber nicht). Vielleicht sollte ich mal versuchen das Wort mit einem Korken im Mund auszusprechen ;o)

Mein Stoffwechsel hat eine Störung was die Häm-Biosynthese angeht. Davon betroffen sind alle Zellen in meinem Körper, die einen Zellkern und Mitochondrien (das sind die kleinen Energie-Kraftwerke in den Zellen) haben. Das Häm wird im Körper zum Sauerstofftransport, zur Energiegewinnung und Entgiftung benötigt. Der Körper stellt das Häm her und nun ist es genetisch bedingt bei mir leider so, dass manche Häms nicht richtig zusammengebaut werden, während der Herstellung. Es ist dann unbrauchbar und sogar noch schlimmer. Es schwimmt dann wie ein kleiner Magnet in meinem Körper umher und zieht Zink, die aktive Form von Vitamin B6 und manchmal auch Mangan an. Die voll beladenen Magnete werden dann einfach in der Toilette entsorgt.

 

So stelle ich mir das zumindest vor. Da schwimmen dann viele kleine Häms durch mich durch und nehmen alles mit was sie kriegen können und entziehen mir wichtige Vitamine und Spurenelemente. Meine Energie geht damit flöten, weil der Körper nicht mehr viel hat, um damit arbeiten zu können und um wichtige Stoffwechselvorgänge durchzuführen.

 

Die Störung kann ganz lange im Körper schlummern, man merkt sie gar nicht. Ich hatte leider in den letzten Jahren immer mal wieder längerer Stressphasen. Besonders in solchen Phasen werden die kleinen Magnete vermehrt ausgeschüttet. Und irgendwann kommt es dann zum Knall!

 

Natürlich lässt sich noch so unendlich viel über die HPU schreiben und auch erklären. Aber mir ist das zu chemisch und zu wissenschaftlich. Mir reicht es zu wissen was diese Störung in meinem Körper verursacht. Wenn ihr noch mehr wissen wollt, dann kann ich euch das Buch "Stoffwechselstörung HPU" von Dr. Tina Maria Ritter und Dr. Liutgard Baumeister-Jesch empfehlen. Da findet ihr alles was ihr wissen wollt.

 

In den nächsten Blogs werde ich immer mal wieder eine kleine Körperreise mit euch machen und versuchen zu beschreiben, was da eigentlich so alles in uns passiert. Ist wirklich interessant!

 

Bis bald Eure Mimi

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0