Baustelle Nr.3

Darf ich bitte einfach nur schlafen? Och bitte...ich bin sooo müde und erschöpft. Solche Tage hatte ich leider sehr oft, bevor ich wusste was mit mir los ist. Was jetzt allerdings zur erst da war, die HPU oder eine Nebennierenerschöpfung kann ich nicht sagen. Ich würde vermuten das eine hängt mit dem anderen zusammen. Da durch die HPU das wichtige Vitamin B6 nicht ausreichen zur Verfügung steht und dies ein wichtiges Vitamin für die Nebenniere ist, kann es durchaus vorkommen, dass die Werte der Nebenniere schlecht sind. So wie bei mir. Daher sind die Symptome der HPU und der Nebennnierenerschöpfung auch ähnlich.

 

Nachdem ich mich ausführlich mit der HPU beschäftigt habe, habe ich mir das Buch "Diagnose: Nebennierenerschöpfung von Julia Tulipan und Nadja Polzin" gekauft um mich mit diesem Thema intensiver zu beschäftigen. Ich kann das Buch sehr empfehlen. Es ist super und vor allem verständlich geschrieben.

 

Was sind denn eigentlich die Nebennieren? Das habe ich mich auch gefragt. Meine Nieren kenn ich gut, vor allem seit einer Nierenbeckenentzündung weiß ich auch wo sie im Körper sitzen. Die Nebennieren sind winzige, kleine etwa traubengroße Organe, die auf den Nieren sitzen. Im Nebennierenmark werden die kurzfristigen Stresshormone Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin produziert. Wenn wir also auf Jagd gehen und den Säbelzahntiger erledigen wollen, dann ist in den Nebennieren Action angesagt. In der Nebenierenrinde wird das langfristige Stresshormon Cortisol produziert. Ohne dieses Hormon wären wir nicht lebensfähig, da es wichtige Stoffwechselvorgänge im Körper beeinflusst. Es hilft dem Körper mit Stress umzugehen und uns in stressige Zeiten über Wasser zu halten. Um jetzt aber nicht noch in einer Doktorarbeit über die Nebenniere zu rutschen, stelle ich jetzt das Erklärbären ein. Es soll ja schließlich um meine Baustelle Nr. 3 gehen.

 

Wie zeigt sich nun also meine Nebennierenerschöpfung. Folgendes kann ich bei mir feststellen:

  • Schwierigkeiten morgens aufzustehen (wobei ich noch nie der frühe Vogel war, aber es wurde immer schlimmer aus den Federn zukommen)
  • anhaltende Müdigkeit obwohl ich immer darauf achte mind. 8 Stunden zu schlafen
  • großes verlangen nach salzigen Lebensmitteln (ich liebe Chips und gesalzenen Nüsse)
  • oft fühle ich mich mit allem überfordert und oft gereizt
  • an manchen Tagen ist mir beim Aufstehen schwindelig
  • kaum Glücksgefühle (ich konnte mich vor der Erschöpfung wirklich über Kleinigkeiten freuen, so dass es im Bauch kribbelt)
  • depressive Phasen
  • Konzentrationsschwäche und schlechtes Gedächtnis
  • wenn ich nicht darauf achte meine Mahlzeiten regelmäßig einzunehmen werde ich zum Tier

Das sind auch viele Symptome, die ich schon bei der HPU beschrieben habe. Es hängt halt alles miteinander zusammen. Wenn der Stoffwechsel nicht mehr richtig funktioniert ist alles davon betroffen im Körper.

 

Da ich ja für die HPU schon einige Nahrungsergänzungsmittel zu mir nehme ist auch etwas für die Nebenniere dabei. Vitamin B12 in Form von Methylcobalamin, Vitamin C in Form von Esterol, einen Vitamin B Komplex mit Vitamin B6 und Pantothensäure.

 

Rosenwurz (Rhodiola Rosea) soll auch ganz toll sein. Auch zum Stressabbau. Aber da hab ich mich noch nicht ran getraut. Da will ich erst meine Ärztin fragen, was sie davon hält.

 

Ernähren tue ich mich ja eh schon gesund. Gemüse, Obst und etwas Fleisch und Nüsse sind auf meinem Plan zu finden. Innereien werden bei Nebennierenerschöpfung empfohlen, aber da kann ich einfach nicht ran. Fisch mag ich auch sehr gerne, hier sind besonders Fischarten mit viel Omega-3 Fettsäuren super. Daher gibts einmal die Woche Lachs oder Makrele.

Schwerpunkt sollte auf grünem Gemüse liegen. Zum Beispiel Brokkoli, Spinat, Salate, Kohl, Avocado,...Liebe ich zum Glück alles. Gurken fetzen bei mir leider nicht so. Grünes Gemüse ist auf jeden Fall eine gute Quelle für B-Vitamine. Also ran an die Green-Buddah-Bowl ;)

 

Und ganz wichtig! Einfach mal entspannen!! :) jeden Tag eine kleine Meditation oder eine Achtsamkeitsübung machen und den ganzen Alltagsstress vor der Tür lassen. Zu diesem Thema werde ich euch demnächst auch einen kleine Blogeintrag schreiben. Keine Anspannung ohne Entspannung! Auch dies musste ich lernen und ich übe immer noch jeden Tag!

 

Bis bald

eure Mimi

 

 

 

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