Weg und Faden sind wieder da!

Teil 2

 

Hier nun der zweite Teil meines Berichtes über die Reha und deren Folgen ;)

 

Zum Glück hatte ich auf der Reha auch genug Zeit für mich. Um wieder bei mir anzukommen und den Weg und den Faden in meinem Leben wieder zur finden. Ich denke ich habe die Zeit gut genutzt. War viel draußen in der Natur, habe meine Gedanken wieder sortiert und vor allem bin ich zur Ruhe gekommen. Am Anfang der Reha war ich noch völlig unentspannt und konnte mich beim Entspannungstraining nicht entspannen. Die Gedanken sind noch durch den Kopf gesaust, wie ein Affe durch den Dschungel. Das wurde allerdings so in der dritten Woche besser. Da habe ich gemerkt, dass mein Kopf und auch mein Körper runter fahren. Ich habe mir nicht mehr so viel gegrübelt sondern habe mich darauf konzentriert im hier und jetzt zu sein. 

 

Ich habe jeden Tag eine kleine Meditation gemacht und habe auf mich geachtet. Die Bewegung durch das Sportprogramm war auch sehr hilfreich. Ich denke hier wurde auch viel Stress abgebaut. Dann noch die Entspannungsbäder und Massageliege. Herrlich war das.

 

Für mich war die Reha genau das Richtige. Vier Wochen einfach mal keine Arbeit, kein Haushalt, kein Garten und keine Verpflichtungen. Einfach Zeit für mich. Ich finde das waren vier Wochen purer Luxus (okay, wenn das Essen jetzt noch besser gewesen wäre, dann wäre es der absolute Knall gewesen, aber gut...hätte, hätte Fahrradkette).

 

Was habe ich also für mich mitgenommen? Immer wieder Zeit für mich einplanen im Alltag. Ich kann zum Glück auch mal ganz gut für mich alleine sein. Ich kann gut einen ganzen Tag für mich alleine verbringen. Ich habe  mir vorgenommen öfter im Wald spazieren zu gehen. Ich habe gemerkt, dass mir das unheimlich gut tut und mir sehr viel Energie gibt.

 

Ich will mich wieder mehr in der Meditation üben und in Achtsamkeit. Ich habe mich für einen QiQuong Kurs angemeldet und freue mich schon sehr drauf. Das wollte ich schon länger ausprobieren.

 

Dann habe ich das Nordic Walking für mich entdeckt. Habe eine schöne Strecke im Wald gefunden. Joggen ist nichts für mich, das habe ich schon mehrmals festgestellt. Da geht mir nach fünf Minuten die Puste aus und am nächsten Tag tun mir alle Knochen weh. Ja, sicherlich ist das alles Übungssache, aber beim Walken kann ich irgendwie auch mehr die Natur um mich rum genießen.

 

Beruflich weiß ich auch wieder wo ich hin will. Der Weg führt zu Entspannungstherapie, Klangmassagen, Ernährungsberatung, Achtsamkeitstraining, Stressreduzierung,...Menschen helfen sich zu entspannen. Zumindest irgendwie diese Richtung. Auf dem Weg wird es sicherlich noch viele Abzweige geben, aber die werden immer wieder auf diesen Weg führen. Da bin ich mir sicher. Und ich denke es wird alles irgendwie kommen so wie es kommen soll. Ich muss nur drauf vertrauen. Und ich weiß auch, dass ich mich nicht mehr stressen lassen will von meinem Bürojob. Das tut mir einfach nicht gut und immerhin muss ich ja noch so einige Jahre in der Arbeitswelt verbringen. Das werde ich aber nicht schaffen, wenn ich mich durch Stress kaputt schuften lasse. Also übe ich mich in Gelassenheit!

 

Und das Beste zum Schluss! Ich kann das Glück wieder fühlen. Ich kann mich wieder an Kleinigkeiten erfreuen! Zum Beispiel über den schönen Schmetterling der auf meinem Lavendelbusch sitzt oder den Igel im Garten, sitzen im Strandkorb und die Sonne genießen mit Freunden über das Leben lachen. Ich kann die kleinen Glückshormone im Bauch wieder tanzen fühlen. Mein Männchen freut sich auch, dass er sein "altes" Schätzelein wieder hat!

 

Und jetzt heißt es: Leben genießen und locker durch die Hose atmen ;)

 

Bis bald

Mimi 

 

 

 

 

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