australien

Wir haben lange darauf gewartet und lange darauf gespart und als es endlich losging konnten wir es kaum glauben. Wir flogen ans andere Ende der Welt und schauten uns diesen faszinierenden Kontinent für dreieinhalb Wochen an.

Da ich hier kein Buch über unsere Reise schreiben will, nehme ich euch nur an die wunderschönsten Orte mit. Die schönsten hebe ich mir für später auf.

 

Unsere Reise startete in Frankfurt und von dort ging es nach Singapur. Da Singapur Airlines ein Stop-over-Paket anbietet haben wir dieses genutzt und haben, bevor es weiterging, drei Tage in dieser sauberen und hübschen Stadt verbracht. Dazu aber irgendwann mal ein extra Reisebericht. Von Singapur ging es dann weiter nach Cairns. Da begann unser Abenteur. Wir hatten im Vorfeld über unser Reisebüro schon zwei Tagestouren gebucht. Das war auch ganz gut um einfach erstmal anzukommen und nicht noch rumzusuchen um was zu finden, was dann eventuell nicht so toll wird.

 

Der erste Tag war fürs Ankommen reserviert. Wir schlenderten etwas die Promenade in Cairns hoch und runter und machten uns miteinander bekannt. Am zweiten Tag wurden wir von Billy-Tea-Tours abgeholt. Mit dem kleinen Bus ging es in den ältesten Regenwald der Welt, den Daintree Rainforest. Allein die Fahrt dorthin war ein Erlebnis. Wir fuhren Berge hoch und runter, an der Küste entlang und tief in den Regenwald hinein. Unser Fahrer erzählte fleissig Geschichten und der Bus lachte. Wir leider nicht, da er vermutlich dauerhaft eine heiße Kartoffel im Mund hatte! Wir haben ihn einfach nicht verstanden, bis auf ein paar Wörter. Wir fanden uns schließlich damit ab und genossen einfach die Landschaft. Der Tag war einfach herrlich. Wir spazierten über einen Holzsteg mitten durch den Regenwald, lauschten den vielen Vogelstimmen und bewunderten die verschiedenen Pflanzen und Bäume. Wir schwammen in glasklarem und ziemlich frischem Wasser, wurden mit einem typischen BBQ verwöhnt, durften exotische Früchte probieren und Wallebies mit Süßkartoffeln füttern. Es war wikrlich ein wahres Abenteur und bunt gemischt wie ein Konfettiregen. Am Abend kamen wir geschafft aber glücklich und mit vielen neuen Eindrücken wieder am Hotel an.

 

Am dritten Tag wartete das riesige Great Barrier Reef auf uns. Wir schipperten mit einem Böttchen von Cairns raus aufs Meer zu einer Plattform mitten im Meer. Leider war das Meer alles andere als ruhig. Ich habe die 90 Minuten im hinteren Teil des Bootes draußen verbracht und klammerte mich an meiner Kotztüte fest und betete, dass wir schnell da sind. Ich konnte mir nicht vorstellen nach dieser Reise das Schnorcheln zu genießen und mir Fische anzusehen.Und ich hatte eine Tablette gegen Reiseübelkeit auf dem Boot gekauft und hatte zwei Armbänder mit Akkupressurpunkten am Handgelenk! Naja, spucken musste ich nicht...

Der Tag auf dem Ponton war dann trotzdem sehr schön. Man schnorchelt hier in einem abgezäunten Bereich, kann viele Fische und Korallen sehen, es gab leckeres Essen (ich habe nur ein paar Stücken Melone gegessen, da ich etwas Bammel vor der Rückreise hatte) man konnte sich zwischen durch sonnen und es gab eine Fischfütterung. Wir haben dann noch eine geführte Schnorcheltour etwas weiter draußen gemacht. Hat auch sehr viel Spaß gemacht, da unser Guide Henni eine Deutsche war und wir endlich mal was verstanden von dem was man uns erzählte! Die Rückreise war dann zum Glück nicht mehr so schlimm. Mir war nur noch etwas schlecht, aber kein Vergleich zur Hinfahrt. Es war ein schöner Ausflug, aber ganz ehrlich war ich doch etwas enttäuscht vom Great Barrier Reef. Leider hat es ein anderer Schnorchel-Spot da weiter in mein Herz geschafft. Vielleicht dazu mal an andere Stelle mehr. Aber, Australien gefiel uns soweit schon recht gut.

Wir holten unseren Mietwagen ab und setzten unsere Reise Richtung Süden fort. Auf der Route hielten wir in den Atherton Tablelands, in Mission Beach, Townsville, Airlie Beach, Rockhampton, Hervey Bay, waren zwei Tage auf Fraser Island, fuhren von dort nach Brisbane und flogen zur letzten Station nach Sydney. Zwei Hotspots möchte ich euch noch zeigen. Die Whitsunday Islands und Fraser Island. Diese wunderbaren Orte haben mich wirklich beeindruckt und zutiefst glücklich gemacht.


Whitsunday Islands

Einer unserer Stops auf unserer Reise war Airlie Beach und der Ausgangspunkt für ein weiteres Highligt auf unserer Reise, die Whitsunday Island. So einen wunderschönen Fleck Erde hab ich selten gesehen! Und das auch noch von oben. Wir hatten Glück und konnten einen Tour mit einem Wasserflugzeug buchen. Es sollte ein fünf Stunden Tripp werden mit einem Flug über das berühmte Heart-Riff, einer Schnorchel-Tour und ein Stop am weißen Whitehavenbeach. Und was soll ich euch sagen, es war so wunderbar! Ein bunter Konfettiregen! Die Aussicht von oben über die einzelnen Inseln im türkisblauen Ozean, das Great Barrier Reef mit den Korallenriffen, die weißen Strände, ach es war einfach herrlich. Ich hätte am liebesten die Zeit angehalten. Wenn ihr mal dort seit, überlegt nicht lange und bucht eine Tour mit einem Wasserflugzeug. Ihr werdet es nicht bereuen! Und jetzt lasse ich Bilder sprechen.


Fraser Island

Ein weiteres Highlight war der Aufenthalt auf Fraser Island. Diese Insel ist die größte Sandinsel der Welt. Von Hervey Bay fuhren wir mit der der Fähre rüber in ein weiters Abenteuer. Wir übernachteten im King Fisher Bay Resort und hatten ein tolles Apartement im Wald mit einem kleinen bisschen Meerblick. Den ersten Tag chillten wir etwas am Strand, wobei wir irgendwie die ganze Zeit Ohren und Augen nach Dingos offen hatten. Man wird schon auf der Fähre vor diesen kleinen wirklich süßen Wildhunden gewarnt. Sie sehen wirklich total lieb aus, sollen aber sehr agressiv und gefährlich werden. Das Resort ist gegen ein Eindringen mit Zäunen geschützt, außerhalb ist man auf sich selbst gestellt. Wir haben allerdings keinen einzigen Dingo gesehen.

Am zweiten Tag hatten wir uns einen Geländewagen gemietet. Wir wollten nicht in einer großen Gruppe die Insel erkunden, sondern auf eigene Faust! Und das war auch die richtige Entscheidung. Wir konnten selbst entscheiden, wo wir aussteigen und wie lange wir dort bleiben. Wir hatten uns entschieden, zuerst hoch ganz in den Norden zu den Champagner Pools zu fahren. 70 km Sandpiste direkt am Strand entlang. War das herrlich! Der Weg dorthin war allerdings mehr als aufregend und vergleichbar mit einer wilden Achterbahnfahrt. Um von Landesinneren an die Küste zu gelangen, fährt man auf "vorgefertigten" Sandstraßen durch die Wälder. Es gibt nur eine Straße für beide Richtungen. Es kommt also des öfteren vor, dass man in speziellen Nieschen anhalten muss um den Gegenverkehr durchzulassen. Natürlich bekommt man vor der Ausgabe des Mietwagens eine Schulung mit einem Filmchen, wie man sich im Sand verhalten muss, aber in real Life wollte ich hier kein Fahrer sein. Aber mein Männchen hat sich meisterhaft geschlagen! Am Strand zu fahren kostet auch viele Nerven, da man aufpassen muss nicht im Sand stecken zu bleiben. Auf dem Weg zu den Champagner Pools haben wir noch einen Ausblick am ... genossen. Der Aufstieg dorthin war zwar nicht einfach, aber es hat sich gelohnt. Wir haben dann auch unseren ersten Buckelwal aus dem Wasser springen sehen. Rein zufällig beim rausschauen aufs Meer und wirklich eine Glückssache. Wir haben in den Champagner Pools in wirklich sehr erfrischendem Meereswaser gebadet und uns ein kleines Sonnebad gegönnt. Wir mussten allerding die Zeit im Blick haben, da man nicht allzuspät von der "Strandautobahn" runter sein musste, da die Flut die Fahrbahn immer enger und unfahrbarer machen lies. Außerdem wollten wir noch beim Schiffswrack anhalten, an dem wir schon vorbeigefahren waren. Hier haben wir noch richtig tolle Bilder machen können, bevor zwei riesige Reisegruppen angefahren kamen. Unser letzter Stop an diesem Tag war am Lake McKanzie. Ein Süßwassersee mittendrin, herrlich weißer Sand und türkisfarbenes Wasser. Leider ging die Sonne schon langsam unter und wir konnten hier leider nicht länger verweilen. Wir wollten hier wirklich nicht im dunkeln durch den Wald fegen. Der Tag mit dem Mietwagen hat richtig gefetzt und ich kann es euch nur empfehlen. Traut euch, es lohnt sich!

Natürlich war der ganze Urlaub ein wahres Highlight, aber wenn ich hier unsere ganze Reise aufschreiben würde, dann könnte ich auch gleich ein Buch verfassen. Das Erlebnis mit den Buckelwalen werde ich euch an anderer Stelle erzählen. Diese Reise nach Australien hat sich gelohnt und wir wurden mit tollen eindrücken belohnt und werden dieses Abenteuer nicht so schnell vergessen. Schon alleine nicht, weil wir so um die 4500 Bilder mit nach Hause genommen haben ;)